Sehenswürdigkeiten

Sie schwärmen für die Natur? Dann sind sie bei uns genau richtig. Denn wir, die 1. Deutsche Biodiversitätsgemeinde setzen uns schon seit über 20 Jahren für den Erhalt unserer Arten- und Lebensraumvielfalt ein. So ist etwas gewachsen, das bundesweiten Vorbildcharakter hat. Aber natürlich hat unsere uralte Kulturgeschichte noch viel mehr zu bieten. Entdecken Sie unsere Schätze und erfreuen Sie sich an unseren reichhaltigen Freizeit- und Erholungsangeboten. Wir wünschen schon mal schöne Momente, viel Spaß und jede Menge Freude bei uns in Tännesberg.

  • Schlossberg

     

    Ein Bergfried aus kriegerischen Zeiten

    Er ist das Dach Tännesbergs und wer ganz oben steht, wird mit einem herrlichen Panorama belohnt. Die Dächer Tännesbergs liegen einem zu Füßen und der Blick reicht weit hinaus in den Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald.

    Hier steht man an den Resten zweier mittelalterlichen Burgen (obere und untere Burg), die vermutlich im Dreißigjährigen Krieg von Schweden eingenommen und zerstört wurden. Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts wurden die Ruinen bis auf die Grundmauern abgetragen. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde auch der Berg als Kalvarienberg gestaltet. Die weiß bemalten Steinreliefs der Kreuzwegstationen sind bei einer Erneuerung im Jahre 1925 angebracht worden. 
     
    Man nimmt an, dass sich dort, wo heute die Kreuzigungsgruppe steht, früher der Bergfried befand. Die Mauern nördlich davon sind vermutlich Reste der Hauptburg (obere Burg) und der darin untergebrachten Wohngebäude.  Vom Bergfried (untere Burg) führte wahrscheinlich eine Brücke zur oberen Burg. An der Ostseite der Hauptburg befand sich wohl ein Zwinger mit drei Türmen. In den 30er Jahren hat man dort oben auch den Altarstein der alten Burgkapelle wiederentdeckt. Er wurde genau an der Stelle aufgestellt, an der man die einstige Kapelle vermutet. 

    Aber nicht nur in der Vergangenheit spielte der Schlossberg eine wichtige Rolle für Tännesberg. Er ist auch ein wichtiger Bestandteil der Natur.Vielfalt.Tännesberg., also der Arbeit für den Erhalt der Artenvielfalt in der 1. Biodiversitätsgemeinde Deutschlands. Der felsige, trockene Berghang ist ein hervorragendes Biotop mit herausragender Bedeutung für viele Tier- und Pflanzenarten. Er wurde entbuscht und so wieder freigestellt, damit die Sonne ungehindert die Lebensräume vieler Artenspezialisten bescheinen kann. Die wieder aufgenommene Beweidung mit Schafen sorgt dafür, dass der offene Charakter des Schlossberges jetzt auch erhalten bleibt.

    Erhalten bleibt so auch der Blick vom und auf den Schlossberg. Schauen Sie bei ihrem Besuch auf dem Schlossberg auch mal in den Hang mit seinen typische Felsformationen und suchen Sie nach den kleinen Vertretern der Tier- und Pflanzenwelt. Dass schärft den Blick und macht Spaß!

  • Kirchen

     

    Kirchen in der Pfarrgemeinde Tännesberg

    • Pfarrkirche

    • St.-Jodok-Kirche

    • Schlossbergkapelle

    • Kirche in Kleinschwand

    • Kapelle in Großenschwand

    • Kapelle in Weinrieth

  • Rebhuhnwanderweg

     

    Ein Huhn findet kein Korn mehr.

    Das Rebhuhn steht, wie kaum eine andere Art für intakte Ackerfluren aus Sicht der Biodiversität. Es braucht offene, trockene und warme Standorte mit guten Versteckmöglichkeiten. Magere Säume und Feldraine sowie Stoppelfelder und Bereiche, die nicht beerntet und über den Winter stehen bleiben. Sie bieten Nahrungsgrundlagen, die das Rebhuhn dringend braucht. Nur dort, wo es also wo es noch „ein Korn“ findet, kann das Rebhuhn überleben. Dass die Bestände des Rebhuhns seit 1990 um 90 % zurückgegangen sind, zeigt die Dramatik der Lage.

    Wir in Tännesberg, der 1. Deutschen Biodiversitätsgemeinde kämpfen seit langem darum, die letzten Bestände in der Tännesberger Flur zu erhalten.  Im Rahmen der Natur.Vielfalt.Tännesberg. ist daher das Rebhuhnprojekt ein wichtiger Faktor unserer Arbeit. Seit 1999 wird im Rahmen des BayernNetz Natur-Projekts "Artenhilfsmaßnahmen für das Rebhuhn in der Tännesberger Flur" auf ca. 2.000 ha in den Gemeinden Tännesberg und Gleiritsch eine abwechslungsreiche Feldflur aus Hecken, Gehölze, Säume und Raine geschaffen, die Deckung und Nahrung für die Feldbewohner bietet. Auf den "Rebhuhnfeldern" werden alte Getreide- und Kartoffelsorten ohne Pflanzenschutzmittel und ohne Dünger angebaut.

    Unser Rebhuhnweg ist 2,5 km lang und zeigt Ihnen in ungefähr 1 Stunde alles Wissenswerte rund um das Rebhuhn. Sie finden ihn, wenn Sie der Rebhuhn-Markierung folgen.

  • Streuobstlehrpfad

     

    Früchte des guten Geschmacks

    Der Streuobstlehrpfad in Tännesberg ist der längste in ganz Bayern. Aber was ist ein Streuobstlehrpfad eigentlich. Die Zahl der Obstsorten geht in die Tausende! In Tännesberg können Sie auf ca. 7 km Gesamtlänge den unglaublichen Sortenreichtum der, seit der Römerzeit, bei uns heimischen Obstkultur überblicken.

    Schon seit jeher umgab den Ort in weiter Feldflur ein blühender Ring an Kirschen, Zwetschgen, Äpfel und Birnen. Dieser wurde in den Jahren 1993 bis 1996 nach und nach zum mittlerweile längsten Obstlehrpfad Bayerns ausgebaut. Über 1000 Neupflanzungen, vornehmlich historische und regionaltypische Sorten, bereichern hier die oft mehr als 200 Jahre alten Apfel-, Birnen-, Kirsch-, Zwetschgen- und Mirabellenbäume.

    Hier finden Sie z.B. den Geheimrat Dr. Oldenburg. Oder den Grahams Jubiläumsapfel. Auch der Kaiser Wilhelm oder der Klarapfel geben sich hier ein Stelldichein. Vielleicht haben Sie ja schon einmal etwas von Alexander Lucas oder die Frühe von Trévoux gehört. Bei ihnen handelt es sich nämlich um schmackhafte Birnensorten. Falls Sie jedoch eher die Königskirsche oder die Auerbacher Frühzwetschge bevorzugen –  kein Problem; auch diese Gaumenfreuden werden bei uns bedient. Viele Obstarten können Sie in Tännesberg, z.B. als hochwertiges Tafelobst, als Streuobstsaft, Most, Kuchenbelag, Mus, Tee oder auch hochprozentig als „Obstler“, genießen. 

    Aber der Obstlehrpfad ist nicht nur Gaumenschmaus und Augenweide. Er leistet einen großen und nachhaltigen Beitrag für die gesamte Ökologie in unserem Raum. An und von Obstbäumen leben die verschiedensten Tierarten, wie der Admiral (eine Schmetterlingsart), die Haselmaus oder die Eichenschrecke. Auch jagende und wandernde Insekten, Vögel oder Säugetiere benötigen diese Landmarken. Daneben fühlt sich in den Tännesberger Streuobstwiesen selbst der seltene Wiesengelbstern wohl. Zusammen mit anderen Frühjahrsblühern bildet er den farbigen Frühjahrsaspekt der Begleitflora. Aber auch Rindenbewohner wie Moose und Flechten finden auf Obstbäumen eine sichere Bleibe. Alles das ist für uns besonders wichtig. Schließlich sind wir die 1. Deutsche Biodiversitätsgemeinde und haben uns schon seit über 20 Jahren dem Erhalt der Arten-, Sorten- und somit der genetischen Vielfalt insgesamt verschrieben. Wir nennen das Natur.Vielfalt.Tännesberg.

    Im Übrigen: Wissen Sie, woher der Begriff „Streuobst“ eigentlich kommt? Eine eindeutige Antwort darauf gibt es nicht. Vielleicht kommt er daher, dass sich die Obstbäume und reifes Obst „verstreut“ auf einer Wiese befinden? Aber bitte denken Sie stets daran. Reif ist nur, was sich ohne Kraftanstrengung mit einem leichten „Dreh“ vom Zweig lösen lässt. Deshalb: „Beiß nicht gleich in jeden Apfel, denn er könnte sauer sein."

    Sie finden den Tännesberger Streuobstlehrpfad ausgehend von Tännesberg in Richtung Bursweiher nach Kleinschwand; weiter bis nach Böhmischbruck und Kößing.

    Die Übersichtskarte zeigt Ihnen den Verlauf des Streuobstlehrpfades.

  • Geologischer Lehrpfad

     

    Steinalte Geschichtenerzähler

    Der Geologische Lehrpfad stellt neben dem Schlossberg eine der wesentlichen touristischen Attraktionen Tännesbergs dar. Er erzählt auf 3 km Rundweg die etwa 4,6 Milliarden Jahre alte Geschichte unserer Erde. Und es sind spannende Geschichten, die sich im Leben eines Planeten und sozusagen „zu unseren Füßen“ abspielen.

    Der ca. 1,3 km lange erste Teil des Lehrpfades ist in Abschnitte unterteilt, die den Erdzeitaltern und ihren Formationen ab dem Kambrium (vor ca. 540 Mio. Jahren) entsprechen. So lassen sich leicht und gut überschaubar die Zeiträume der einzelnen Phasen, wie z.B, Kambrium, Ordovizium, Silur, Devon, Karbon, Perm, Trias, Jura, Kreide, sowie die Erdneuzeit nachvollziehen. Gleichartige Gesteine sind gruppenweise zusammengefasst und die erdgeschichtliche Entwicklung wird so erkennbar und entlang der Wanderung auch erlebbar.

    Die allgemeine Einführung und eine geologische Übersichtskarte des ostbayerischen Raumes
    bietet ein Informationsstand am Beginn des Weges. Dort finden Sie auch einen schriftlichen Führer mit einem geschichtlichen Abriss zu den verschiedenen Gesteinen. Entlang des Lehrpfades befinden sich weitere Tafeln, die vertiefende Informationen bieten.

    Im weiteren Verlauf gibt es dann auf etwa 1,7 km Länge viele interaktive Elemente zum Granit und zahlreiche Spielmöglichkeiten für Kinder. Buben und Mädchen können dort Granitgestein in seinen unterschiedlichsten Beschaffenheiten erleben, ertasten und erklettern. Es können Mosaike mit verschieden großen und farbigen Granitsteinen gelegt werden, dazu gibt es Versteck- und Klettermöglichkeiten, Kinder-Hüpfspiele, ein 2,50 Meter hohes Steintor und vieles mehr. Die Aktionsfläche befindet sich ungefähr in der Mitte des Rundweges und stellt so eine willkommene Abwechslung und Zielpunkt für Familien mit Kindern dar.

    Und natürlich darf in Deutschlands 1. Biodiversitätsgemeinde auch das Thema Artenvielfalt nicht fehlen. Direkt an die Steinschüttungsflächen schließt eine neu gestaltete Magerrasenfläche an. Diese wird von einem Sträucher-Lehrpfad und einem naturnahen Lesesteinwall eingefasst. Die Fläche ist ein vielseitiges Biotop, in dem sich zum Beispiel Zauneidechsen und Schmetterlinge tummeln können. Ansprechend gestaltete, interaktive Informationstafeln am Weg machen neugierig und vermitteln Jung und Alt allerlei Wissenswertes über Biotope, wie beispielsweise die Zwergstrauchheide am Wegesrand. So  erfahren Sie viel über Gesteine und die außergewöhnlichen Arten- und Lebensraumvielfalt der Marktgemeinde Tännesberg.

    Unter der Federführung der Bayerischen Staatsforsten und mit Mitteln der Bayerischen Staatsforsten, des Bayerischen Staatministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit und der Marktgemeinde Tännesberg ist der Geologische Lehrpfad ein attraktiver Rundweg geworden.

    Er ist auch ein gelungenes Gemeinschaftswerk der Marktgemeinde Tännesberg, der Naturparkverwaltung, dem Oberpfälzer Waldverein, den Naturschutzbehörden und den Bayerischen Staatsforsten. Und ein wichtiger Teil in der Arbeit der 1. Deutschen Biodiversitätsgemeinde Natur.Vielfalt.Tännesberg.

    Audioguide

    Tauchen Sie mit dem Audioguide "hörblick" ein in die Welt der Steine.
    Spannende Hintergrundinformationen werden mit dem Audioguide zu einem lebendigen Hör-Erlebnis.

    Die Audioguides sind erhältlich im Rathaus Tännesberg, Sporthotel Zur Post, dem Hotel Wurzer und dem Elektrofachgeschäft Schneeberger oder hier als Download (MP3).

    Hier können Sie sich den Audioguide online anhören.

    Auf einen Blick

    Die Übersichtskarte zeigt Ihnen alle Stationen des Geologischen Lehrpfads.

     

    Wald und Kunst erleben!

    Zwei wunderschöne Steinskulpturen im Wald sind die neuen Attraktionen beim Geologischen Lehrpfad in Tännesberg. Erstellt wurden sie im Rahmen eines einzigartigen, durch die Bayerischen Staatsforsten initiierten Wettbewerbs für regionale Steinhauer und Künstler.

    Die Bayerische Modellgemeinde Biodiversität Tännesberg im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald hat seit diesem Freitag zwei Attraktionen hinzu bekommen.
    Für die Erhaltung der biologischen Vielfalt setzt sich die Gemeinde zusammen mit der Trägergemeinschaft, dem Bayerischen Naturschutzfonds und vielen unterschiedlichen Partnern engagiert ein.

    Um uns die Bedeutung des Waldes für die Biodiversität und das nachhaltige Wirtschaften des Menschen im Einklang mit der Natur zu verdeutlichen, haben die Bayerischen Staatsforsten diesen Steinkünstlerwettbewerb unter dem Motto „Wald-Stein-Kunst“ ins Leben gerufen. Vor Ort engagiert betreut wurde dieser Wettbewerb durch die Projektmanagerin Gabriele Schmidt. Gefördert wurde er mit Mitteln des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Weiden.
    Herausgekommen sind zwei faszinierende Steinkunstwerke, die im Tännesberger Wald beim geologischen Lehrpfad aufgestellt wurden.

    Insgesamt zehn regionale Steinmetze und Künstler nahmen an dem Wettbewerb teil und beeindruckten die Jury mit interessanten und ausgefallenen Ideenskizzen zum Thema biologische Vielfalt und Nachhaltigkeit im Wald. Aus diesen Teilnehmern wurden die beiden Preisträger Korbinian Huber (Platz 1) und Vasilij Plotnikov (Platz 2) gekürt. Diese durften ihre Entwürfe in Stein umsetzten und erhielten bei der Preisverleihung ein großzügiges Preisgeld durch die Staatsforsten überreicht. Die einzigartigen, entstandenen Steinskulpturen bilden nun hier im Wald eine beeindruckende Formation zwischen den hohen Buchen und den natürlichen Felsen.

    Steinkunst ist ein hartes Handwerk, das in unserer Region in langer Tradition verwurzelt ist. Aus diesen Gründen ließen es sich die Honoratioren Landrat Simon Wittmann, Dr. Siegfried Kiener, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weiden i. d. Opf., und Wolfgang Herzer vom Kunstverein Weiden bei der Preisverleihung nicht nehmen, die beiden Künstler für ihre wunderschönen und gelungenen Arbeiten aus dem harten Thannsteiner Granodiorit zu würdigen.
    „Nun haben wir mit den beiden Steinkunstwerken mit den kunstvollen Namen „Zwischen Himmel und Erde“ und „Gleichgewicht“ zwei Sinnbilder für die Vielfalt und Nachhaltigkeit im Wald, die den Rundweg am Geologischen Lehrpfad für Steininteressierte und Künstler weiter bereichern.“, betonte Herr Ingo Greim von den Bayerischen Staatsforsten bei seiner Begrüßungsrede.

    Auch Bürgermeister Max Völkl freute sich über die neue Kunst im Wald und bedankte sich herzlich bei den Staatsforsten und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten für die Wettbewerbsidee und die langjährige gute Zusammenarbeit. „Auf Initiative des Forstbetriebes Flossenbürg konnten durch den Wettbewerb regionale Steinkünstler ihre Fähigkeiten beweisen und für uns Steinkunstwerke schaffen, die auch durch Ihre Symbolkraft zum Nachdenken anregen.“

    Die steinreiche Oberpfalz

    Der Geologische Lehrpfad in Tännesberg beeindruckt seit jeher durch seine Sammlung an ausdruckstarken Gesteinsblöcken, die in chronologischer Reihenfolge den Werdegang der Erdkruste beschreiben. Zusätzlich sind auf dem 3 km langen Rundweg viele interaktive Elemente zur Gesteinsart Granit sowie zahlreiche Spielmöglichkeiten für Kinder geboten. Mit den beiden Steinskulpturen finden nun auch Kunstinteressierte ein passendes Angebot. Durch diese Vielseitigkeit eignet sich der Geologischen Lehrpfad sowohl für den kleinen Wochenendspaziergang, als auch für eine ausgiebige Reise in die Erdgeschichte. Ein Geheimtipp für alle Ausflügler und Kurzentschlossenen!

    Wer Interesse an geführten Wanderungen mit geschulten Geopark-Rangern hat, kann sich gerne an die Geoparkgeschäftsstelle unter Telefon 09602 9398-166 oder unter www.geopark-bayern.de wenden.

    Die Symbolkraft der Steinkunstwerke

    Die Steinskulptur „Zwischen Himmel und Erde“ von Korbinian Huber symbolisiert Menschen, die auf dem massiven Erdboden stehen und mit ihrer Kraft die Baumkronen halten. Ein Sinnbild für die Menschen, die durch das Bewirtschaften des Waldes Verantwortung für diesen übernehmen und diesen stützen und zum Teil sogar tragen. Auch ist das Bild besonders typisch für die Oberpfalz: Es wächst etwas aus dem harten Stein heraus.

    Das „Gleichgewicht“, in dem der Wald und wir alle leben sollten, stellt die Steinkunst von Vasilij Plotnikov dar. Dabei geht er mit der Formensprache sehr minimalistisch vor. Ein unbehauener Steinfindling, der für die Natur steht, dient als Auflagestein für einen geformten, sehr glatt geschliffenen Steinbalken, der waagerecht im Gleichgewicht liegt. Dieser steht für das Wirken des Menschen in der Natur.

    Es wurden zwei Kunstwerke ausgewählt, die die Themen Nachhaltigkeit und Biodiversität im Wald sehr gut umgesetzt und symbolhaft dargestellt haben.

    Beide Kunstwerke haben Elemente die sie vereinen, wie den schweren Grundstein und das fragile Stein-Element darüber, wodurch sie ideal zusammenwirken. Gleichzeitig bauen die Kunstwerke zueinander einen stakten Kontrast auf. Dies liegt vor allem an den unterschiedlichen Kunstrichtungen, in denen die Skulpturen verwirklicht wurden. Es steht die klassische Steinhauerei beim Werk „Zwischen Himmel und Erde“ der experimentellen Steinkunst „arte povera“ in dem Werk „Gleichgewicht“ gegenüber. Ebenso wie in den Kunstwerken große Masse fein bearbeitetem Stein gegenübersteht.

     

    Geo Caching

    Löwenzahn-Schätze!

    Das ZDF tivi und Löwenzahn schickt dich auf Cache-Suche. Was das ist? Eine moderne Schatzsuche mit tragbarem GPS-Gerät. Und auch wenn du selber keines hast, vielleicht kennst du jemanden, der ein GPS-Gerät besitzt? Dann zieht doch zusammen los, so macht es gleich noch mehr Spaß! Echte Schatzsucher sind sowieso nie alleine oder bei Dunkelheit unterwegs!

    Wie findest du die Löwenzahn-Caches?

    Du brauchst ein tragbares GPS-Gerät, einen Stift und einen Block, bequeme Schuhe, Regenjacke (man weis ja nie!) , Proviant und die Cache-Koordinaten.
    Die Koordinaten für den Tännesberger Schatz lauten:

    N 49° 31.700
    E 12° 20.967

    Östlich von Tännesberg, am Südhang des "Goßbühls" liegt der Geologische Lehrpfad.

    Die Koordinaten gibst Du ins GPS-Gerät ein. Sie zeigen dir den Weg zum Löwenzahn- Cache. Das ist eine Dose in der ein Zettel mit einer Kombination aus Buchstaben und Zahlen steckt. Um ihn zu finden, musst du aber nicht querfeldein laufen - du kannst ruhig den Wegen folgen.

    Code merken!

    Nimm dir einen Zettel aus der Dose oder schreib dir den Code auf. Lass aber auf jeden Fall den Cache an seinem Versteck. So können auch noch andere Löwenzahn-Schatzsucher nach dir den Cache finden!

    Belohnung!

    Trage den Code auf der ZDF-tivi Seite "Löwenzahn" in das Feld rechts am Rand. So gelangst du auf unsere Schatz-Seite - lass dich überraschen! Eine Belohnung ist dir gewiss!

  • Der Goldsteig

     

    Unterwegs auf einem der zwölf besten Wanderwege Deutschlands

    660 Kilometer Wanderstrecke quer durch fünf Naturparke, vorbei an mittelalterlichen Burgen, etliche Tausender-Gipfel und ausgezeichnet als einer der zwölf besten Wanderwege Deutschlands - der Goldsteig durch den Bayerischen Wald und Oberpfälzer Wald ist ein guter Tipp für Liebhaber aktiver Erholung in der Natur. 

    Ausgezeichneter Weg erfreut die gesamte Region

    Vom deutschen Wanderverein mit dem Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet, ist der Goldsteig mit seinen rund 660 Kilometern der längste und vielseitigste Prädikatswanderweg Deutschlands. Der Weg zu dieser Auszeichnung ist kein leichter: Über dreißig Kriterien müssen erfüllt werden um in die Walhalla der deutschen Wanderwege aufgenommen zu werden. Dass der Goldsteig dies geschafft hat, empfindet die gesamte Region Ostbayern als eine weitere Aufwertung ihres Tourismus-Gebietes.    

     

    Ungestörte Natur

    Großer Vorteil des Streckenverlaufs durch fünf Naturparke ist die Urwüchsigkeit der Landschaft. Wenn sich Tiere und Pflanzen derart ungestört entwickeln können, ist im wahrsten Wortsinn auch der Erhalt der Natürlichkeit gegeben. Der Goldsteig bietet neben den bekannten Waldbewohnern wie Hirschen, Rehen, Wildschweinen und Füchsen sogar Luchsen eine Heimat. Sehen wird man dieses überaus scheue Tier aber bestimmt nicht. Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang sicherlich, eine der vom Nationalpark Bayerischer Wald angebotenen Natur-Führungen wahrzunehmen.

    Wer hoch hinaus will, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Die anspruchsvollere der beiden Streckenvarianten führt über eine urwüchsige Waldlandschaft, vor bei an Hochmooren, Felsriegeln und ehemaligen Viehweiden, in die Region der Tausender-Gipfel, wo der „König des Bayerwaldes“, der 1.456 m hohe Große Arber den höchsten Punkt des Goldsteigs darstellt. Beide Strecken enden dann in Passau. 

     

    Unterkunft und Verpflegung: Für jeden etwas dabei!

    Was Unterkunft und Verpflegung anbelangt hat jeder seine eigenen Vorstellungen. Der Goldsteig legt sich da nicht fest. Neben urigen Unterkünften in Berggasthöfen finden sich zum Nächtigen gediegene Zwei-, Drei- oder Vier-Sternehotels, die Goldsteig-Ge(h)nuss-Partner. Sie sind alle mit dem Prädikat „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet und wissen ganz genau, was das Wanderherz begehrt. Nur Betriebe mit Hotelklassifizierung und dem Gütesiegel „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“ vom Deutschen Wanderverband dürfen das Schild „Goldsteig-Ge(h)nuss-Gastgeber“ an ihrem Eingang führen. Die Wanderer wissen so, dass sie hier für eine Nacht genauso willkommen sind wie für eine Woche und jederzeit alles Notwendige, vom Trockenraum bis hin zu interessanten Routeninformationen, vorfinden. Sie können sich darauf verlassen, dass es ein reichhaltiges Wanderfrühstück gibt und sie auf Wunsch einen Rückholservice oder Gepäcktransfer nutzen können. Die Goldsteig-Ge(h)nuss-Gastgeber verwöhnen ihre Gäste mit frischen Produkten aus der Region, von hausgemachter Marmelade, über heimischen Käse und Fleisch vom örtlichen Metzger bis hin zum Bärwurz, einem Destillat, das es nur hier gibt. Auf diese Weise lassen sich die Etappen des insgesamt 660 Kilometer langen Goldsteigs nicht nur in landschaftlicher Hinsicht ganz hervorragend ge(h)niesen.

     

    Tourenplaner "Goldsteig"

    Mit dem Tourenplaner können Sie Ihre individuelle Route auf dem Goldsteig planen. Zudem erhalten Sie weitere Infos rund um den Goldsteig.

  • Naturbad Bursweiher

     

    So wunderbar erfrischend kann die Natur sein!

    Wunderschön und idyllisch im Kainzbachtal gelegen, sorgt unsere Naturbadeanlage am Bursweiher für einen paradiesischen Badespaß. Von Wäldern, Wiesen und Weiden der 1. Biodiversitätsgemeinde Deutschlands umgeben, findet hier die ganze Familie ein Fleckchen Erde, um die Seele baumeln zu lassen. Neben wunderschönen Liegeflächen rund um den Bursweiher finden Sie ein Beach-Volleyball-Feld, sowie Spielgeräte für Kinder und ein kleines Kinderbecken. Kiosk, Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten sind ebenfalls vorhanden. Der Kioskbetrieb findet regelmäßig bei schönem Wetter ab Mittag statt.

    Die Anlage ist jederzeit für Sie kostenlos zugänglich. Wobei sich ein Besuch nicht nur bei schönem Wetter zum Baden lohnt, sondern auch ein Spaziergang mit Naturerlebnis zur Entspannung bestens geeignet ist. Denn in unmittelbarer Nähe liegen auch die zur Natur.Vielfalt.Tännesberg. gehörenden Rothviehweiden. Im Rahmen dieses Vorzeigeprojektes wurde die früher in der Oberpfalz heimische, und dort praktisch ausgestorbene, alte Rinderrasse Rothes Höhenvieh wieder angesiedelt, um Naturschutzflächen zu beweiden. Ständige Untersuchungen zeugen auch von der hervorragenden Wasserqualität des Bursweihers. Gut für unsere Besucher, aber auch für die Vielfalt in diesem artenreichen Lebensraum.

    Erholen Sie sich doch mal ein wenig vom Alltagsstress und besuchen Sie unser  Bade- und Freizeitparadies mitten in der faszinierenden Natur Deutschlands 1. Biodiversitätsgemeinde.

  • Aktionsfläche Kultursorten

     

    Die Vielfalt macht den Unterschied

    Noch um die Mitte des vorigen Jahrhunderts gab es, wie seit Jahrtausenden, eine ungeheure Vielfalt regionaler Getreide-, Gemüse-, Obst- oder Kartoffelsorten, aber auch Landschläge und Rassen der Nutztiere, seien es Rinder, Pferde, Schweine, Schafe, Ziegen, Hühner und so weiter. Mit der modernen Hochleistungszucht ist ein Großteil dieser Sorten- und Rassenvielfalt, zumindest aus dem gewerblichen Anbau, bzw. der Tierhaltung nahezu verdrängt worden. Manche Sorten oder Rassen gelangten so bis an den Rand des Aussterbens. Aus Sicht der Biodiversität ist diese Situation prekär. Vermutlich auch aus Sicht der menschlichen Ernährung. Denn die genetische Vielfalt, die hier verschlüsselt liegt, könnte durchaus noch einmal sehr wichtig werden. Die Geschmacksvielfalt und die Anpassung an besondere Verhältnisse sind ebenfalls sehr vorteilhaft.

    All das ist eine Steilvorlage für Natur.Vielfalt.Tännesberg., die 1. Deutsche Biodiversitätsgemeinde. Unsere Aktionsfläche für alte Kultursorten zeigt Ihnen unterschiedliche Kultur- und Getreidesorten, wie zum Beispiel Emmer und Dinkel, oder alte Kartoffelsorten in der Tännesberger Kulturlandschaft. Auf der Fläche wird auf den Einsatz von Dünge und Pflanzenschutzmitteln verzichtet. Ziel ist es, die Agrobiodiversität zu erhöhen und Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten, wie z.B. das Rebhuhn zu schaffen.

    Träger der Aktionsfläche ist die Wildland Stiftung Bayern, die Naturschutzorganisation des Landesjagdverbands Bayern mit Unterstützung der Regierung der Oberpfalz und des Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald.

  • Alpakaweide in Tännesberg

     

    Südamerikaner in der Oberpfalz

    Das Ursprungsland der Alpakas ist Südamerika. Sie gehören mit den Vicunjas, Guanacos und Lamas zu der Familie der Neuweltkameliden. Alpakas wurden vor mehr als 5000 Jahren von den Vorfahren der Inkas zur Fasergewinnung gezüchtet und zählen zu den ältesten Nutztierrassen der Welt.

    Auf den Hochebenen der Anden lebend, lieferten Alpakas Faser für die Bekleidung der Würdenträger der Inkas. Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte Sir Titus Salt aus England die Alpakafaser mit ihren faszinierenden Eigenschaften erneut. Der Siegeszug der Alpakafaser begann und eroberte England, Nordamerika, Australien Südafrika, inzwischen auch Europa und viele Länder mehr.

    In der Tännesberger Flur Richtung Pilchau liegt die Alpakaweide. Entdecken Sie diese faszinierenden Tiere bei einer Wanderung durch unsere schöne Landschaft.

    Mehr Informationen erhalten Sie hier: www.alpacaimperio.de

  • Kraftwerksgruppe Pfreimd

     

    Wie aus Strömung Strom wird

    Die Kraftwerksgruppe Pfreimd (nach ihrem Initiator auch Kraftwerksgruppe Jansen genannt) ist ein System von Speicherseen und Wasserkraftwerken der Pfreimd, eines Nebenflusses der Naab, im Oberpfälzer Wald im Osten von Bayern. Das System dient primär der Speicherung und Nutzung der Wasserkraft des Flusses zur Stromerzeugung, nur als Nebeneffekt können die Talsperren bei Bedarf auch zur Hochwasserregulierung gebraucht werden.

    Die Gruppe besteht aus zwei Talsperren, die die Pfreimd aufstauen (Kainzmühlsperre und Trausnitztalsperre), einem Hochspeicherbecken (Hochspeicher Rabenleite) und drei Kraftwerken mit einer elektrischen Nutzleistung von insgesamt etwa 140 Megawatt (kombiniertes Pumpspeicher- und Laufwasserkraftwerk Tanzmühle, Pumpspeicherwerk Reisachund Laufwasserkraftwerk Trausnitz). Speicher und Kraftwerke sind durch drei Druckstollen verbunden. Elektrisch ist die Gruppe über eine 110-kV-Leitung an das Umspannwerk in Weiden angeschlossen.

    Die Anlagen wurden in den 1950er-Jahren von der OBAG (Energieversorgung Ostbayern AG, vormals Oberpfalzwerke) erbaut und werden heute von GDF Suez Energie Deutschlandbetrieben.
     

    Geschichte

    Der Bau des Systems wurde initiiert vom langjährigen Vorstandsvorsitzenden der OBAG, Dr. Bernhard Jansen, dem zu Ehren die Gruppe später auch benannt wurde. Die Anlagen der Gruppe wurden in drei Bauabschnitten zwischen 1951 und 1961 errichtet und in Betrieb genommen:

    Im ersten Bauabschnitt (1951-55) wurde zunächst die Talsperre Trausnitz mit dem dortigen Kraftwerk errichtet (Inbetriebnahme 1952). Parallel wurde das Kraftwerk Reisach errichtet (allerdings zunächst mit nur 2 Maschinensätzen) und es wurde der Reisachstollen, der das Werk Reisach mit dem Hochspeicher über mehr als 1,3 km Entfernung verbindet, von zwei Seiten vorangetrieben.

    Noch während der Bauarbeiten fiel der Beschluß, die Leistung der Anlage zu erhöhen: Hierfür wurde im Werk Reisach der Einbau eines dritten Maschinensatzes vorbereitet, am Trausnitzspeicher wurden die Stauklappen um 1 m erhöht und am Hochspeicher wurde der Umfassungsdamm erhöht, um das nutzbare Speichervolumen der beiden Speicher auf je 1,5 Mio. m³ zu vergrößern.

    Ab 1954 wurde auch die Staumauer der Kainzmühltalsperre erhöht, es wurde das Werk Tanzmühle errichtet und es wurde der verbindende Eulengrundstollen vorangetrieben. Im Sommer 1955 gingen die Laufturbine im Werk Tanzmühle und die ersten beiden Pumpspeichersätze im Werk Reisach in Betrieb. Im zweiten Abschnitt (1958/59) wurde der Pumpspeichermaschinensatz im Werk Tanzmühle installiert und über den Weinbergstollen an den Reisachstollen angeschlossen, so daß die Verbindung zum Hochspeicher hergestellt war.

    Im dritten Abschnitt (1960/61) wurde schließlich die während des ersten Abschnittes vorbereitete Leistungserhöhung mit der Installation des dritten Maschinensatzes im Werk Reisach abgeschlossen. Im Jahr 2001 ging die OBAG durch Fusion in E.ON Bayern auf und das Kraftwerk wurde von der Tochter E.ON Wasserkraft GmbH betrieben. 2009 tauschte E.ON mehrere Kraftwerke, aus kartellrechtlichen Gründen mit GDF Suez, darunter auch die der Kraftwerksgruppe Pfreimd. Seitdem führt GDF Suez den Betrieb.
    (Text, Fotos: Wikipedia.org; Alois Köppl, Gleiritsch)