Landschaftspflege mit Rotvieh im Oberpf. Wald

Die Idee

Bei 'Klick': Bild größer und schärfer! Die Grundidee des Pilotprojektes war es, ökologisch wertvolles Grünland im Mittelgebirge zu erhalten und dabei Alternativen zur klassischen Landschaftspflege zu entwickeln.

Dabei sollte das alte Oberpfälzer "Rote Höhenvieh" eingesetzt werden, um damit auch etwas für eine vom Aussterben bedrohte Rinderrasse zu tun.

Die Verknüpfung von Naturschutzzielen und der Aufbau einer regionalen Kreislaufwirtschaft sind schließlich die Leitidee dieses Pilotprojektes.


Die Ziele

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Erhalt ökologisch wertvoller Flächen

Wiedereinführung einer alten Haustierrasse

Alternativen für die Landwirtschaft

Öffentlichkeitsarbeit und Fachinformation



Bei 'Klick': Bild größer und schärfer! Durch die Wiedereinführung des Rotviehs werden wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.

Doch neben Naturschutzzielen sollen auch landwirtschaftliche Ziele verfolgt werden, d.h. es soll für die Landwirtschaft ein zusätzlichen Standbein geschaffen werden.

Im Zusammenhang mit regionaler Vermarktung bieten sich für interessierte Halter von Rotvieh gute Perspektiven.

Naturschutz und Landwirtschaft stehen in enger Verbindung.


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Das Projekt ...
   ... findet im Kainzbachtal bei Tännesberg statt.
   ... bindet die Landwirtschaft mit ein.
   ... zeigt Alternativen der Landschaftspflege auf.
   ... birgt Vorteile für Landwirtschaft und Naturschutz.  
   ... konnte teilweise schon verwirktlicht werden ...



Das Rotvieh

Bei 'Klick': Bild größer und schärfer! In der Oberpfalz war bis Anfang dieses Jahrhunderts das Rotvieh die dominierende Rinderrasse. Die Kühe wiegen ca. 500 kg und haben eine Milchleistung von etwa 4.500 kg; die Fleischqualität wird durchaus positiv bewertet.

Bis Anfang der 60er Jahre war die bewährte Rasse noch in den meisten Mittelgebirgslagen vertreten, schon vorher hatte jedoch aufgrund des fehlenden Bedarfs an Zugtieren der Niedergang eingesetzt. Bis vor kurzem war die Oberpfalz quasi rotviehfrei. Nur noch Gaststättenbezeichnungen wie "Zum roten Ochsen" erinnerten vereinzelt daran.

Restbestände und Zuchtverbände gibt es heute noch im Harz, im Vogtland und der Tschechischen Republik.


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Das bisher Erreichte ...

Bei 'Klick': Bild größer und schärfer! Nachdem Landwirte gefunden wurden, die Mitarbeit am Projekt versicherten, wurden zwei Rotviehherden aufgebaut, die mittlerweile 30 Tiere umfassen. Nach der Errichtung von Unterständen, Zäune, usw., konnte die Beweidung beginnen.

Der Aufbau eines Zuchtverbandes, die Entwicklung neuer Vermarktungsstrategien sowie die Weitergabe von Projektinformationen sind heute ebenso von Bedeutung wie eine ökologische Dauerbeobachtung. Die gewonnenen Erkenntnisse des Pilotprojektes können auch auf andere Regionen übertragen werden.

Im November 2000 fand die erste "Oberpfälzer Rotviehwoche" mit Fortbildungsveranstaltungen, Weideexkursionen, Rotviehessen usw. in Tännesberg statt.


Der LBV ...

   ... ist Träger und Durchführender des Pilotprojektes: "Rotvieh im Oberpfälzer Wald" mit Unterstützung des "Bayerischen Naturschutzfonds"

   ... hat rund 60.000 Mitglieder und Förderer. Sie machen den Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. (LBV) zu Bayerns größtem Arten- und Biotopschutzverband. Die Arbeitsschwerpunkte liegen in verschiedenen Bereichen:

- Arten- und Biotopschutz -
- Umweltpädagogik -
- Jugendarbeit -




Weitere Informationen:
LBV- Landesgeschäftsstelle
Eisvogelweg 1
91161 Hilpoltstein
Tel: (0 91 74) 47 75 - 0
Fax: (0 91 74) 47 75 - 75
Homepage: http://www.lbv.de
eMail: r-hotzy@lbv.de

Fotos: Wolf, Hotzy; Text Hotzy, Moser - (c) LBV